BWB Wahlprogramm 2026-2031

Unser Wahlprogramm für die nächste Legislaturperiode steht unter dem Motto: "Wolfhagen weiter nach vorn bringen! Dabei stellen wir sehr deutlich heraus, dass das BWB sich ausschließlich auf Wolfhagen konzentriert und keinen parteipolitischen Zwängen unterliegt.

Vorwort

Liebe Wolfhager Bürgerinnen und Bürger!

Am 15. März 2026 finden die Kommunalwahlen in Hessen statt. Gewählt wird unter anderem die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Wolfhagen. Das Bündnis Wolfhager Bürger (BWB) tritt ausschließlich für die Stadtverordnetenversammlung an. 2011, als das BWB sich das erste Mal zur Wahl stellte, lautete unser Motto

„Wir sind Wolfhagen“.

Der Slogan ist so aktuell wie nie zuvor. Wir erleben derzeit weltpolitische Veränderungen, die sich auch auf die Wolfhager Stadtpolitik auswirken. Deshalb sind wir der Meinung, dass in der Stadtverordnetenversammlung kein Platz für parteipolitische Ideologien sein darf. Vielmehr ist Sachpolitik und lösungsorientiertes Handeln erforderlich, um Wolfhagen sicher durch turbulente Zeiten zu manövrieren.

Um noch deutlicher hervorzuheben, dass das BWB sich ausschließlich auf die Belange unserer Stadt konzentrieren will, wird Ihnen im Wahlkampf immer wieder unser Slogan

BWB – „Die Wolfhagen-Partei“

begegnen, wohl wissend, dass wir keine Partei, sondern eine Wählervereinigung sind, deren Mitglieder unterschiedliche parteipolitische Überzeugungen, aber ein gemeinsames Ziel haben, nämlich:

Wolfhagen weiter nach vorn bringen!

Seit 2023 hat unsere Stadt einen neuen Bürgermeister, dessen Politik sich weitgehend mit unseren Zielen deckt. In sehr kurzer Zeit sind -mit Unterstützung des BWB- viele richtungsweisende Entscheidungen getroffen worden. Damit es in den nächsten 5 Jahren weiter aufwärts geht, bitten wir Sie darum, den Kandidaten des BWB Ihre Stimmen zu geben.

Zur Orientierung für Sie haben wir auf den folgenden Seiten die Ziele des BWB dargestellt. Wir haben uns nicht nur bemüht, allgemeingültige Phrasen zu vermeiden, sondern auch konkrete Lösungsansätze zu formulieren und Klartext zu reden. Wir würden uns zudem freuen, wenn Sie eine unserer Wahlkampfveranstaltungen besuchen würden, um sich auch ein genaues Bild unserer Kandidaten machen zu können.

Joachim Eberbach
BWB-Vorsitzender

Jens Kühle
Fraktionsvorsitzender


Das Bündnis Wolfhager Bürger – die „Wolfhagen-Partei“

Im Jahr 2010 gründete sich das Bündnis Wolfhager Bürger mit dem Ziel, eine parteiunabhängige Kraft in der Wolfhager Stadtverordnetenversammlung zu etablieren. Menschen mit den unterschiedlichsten politischen Überzeugungen haben sich zusammengetan, weil sie der Meinung waren, dass Parteipolitik in unserer Stadt keinen Platz haben sollte. Vielmehr ging und geht es dem BWB um

  • Sachpolitik, statt Parteiideologien,
  • Transparenz,
  • Kostenbewusstsein und
  • Orientierung am Willen der Bürger.

Bei der Kommunalwahl im Jahr 2011 konnten wir 4 Sitze erringen. 5 Jahre später stellten wir 5 Stadtverordnete. Das Ergebnis konnten wir 2021 noch einmal erreichen.

Anfangs taten sich die etablierten Parteien sehr schwer mit dem BWB. Dabei ist für uns nicht entscheidend, welche Partei einen Antrag stellt, sondern ob er gut für Wolfhagen und seine Bürger ist. Das ist Sachpolitik, die wir bei unseren politischen Kontrahenten oft vermissen, weil dort häufig die Parteiideologie im Vordergrund steht und stand. Mittlerweile hat man sich wohl an uns gewöhnt – oder gewöhnen müssen.

Seit 2021 stellt das BWB den Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses.

Von Anfang an haben wir uns sehr kritisch mit der Verwaltung, insbesondere mit der damaligen Verwaltungsleitung auseinandergesetzt. Die 24 Jahre von der SPD und teilweise auch von der CDU unterstützten Rathausleitung haben Wolfhagen weit zurückgeworfen. Die Nachwirkungen spüren wir z. T. noch heute, z. B. in Form eines erheblichen Investitionsstaus.

2023 haben wir erstmals einen Bürgermeisterkandidaten gestellt und im 2. Wahlgang dann Dirk Scharrer unterstützt. Uns war sehr wichtig, dass ein neuer Wind im Rathaus weht, statt eine „Weiter-so“-Mentalität mit dem SPD-Kandidaten. Der neue Rathauschef verfolgt in weiten Teilen auch die Ziele des BWB.

In der kommenden Legislaturperiode geht es darum, dass der neu eingeschlagene Weg, um Wolfhagen attraktiv und fit für die Zukunft zu machen, fortgesetzt wird. Ohne ein starkes BWB droht die Gefahr, dass wieder Ideologien und nicht gesunder Menschenverstand das politische Geschehen bestimmen.

Haushalt und Finanzen

Ohne eine solide Finanzausstattung kann eine Kommune ihre vielfältigen Aufgaben nicht erfüllen. Das BWB hat immer auf sparsames Haushalten und sinnvolle Investitionen hingewiesen – leider oft vergeblich. Zu oft ließen sich die Verwaltungsleitung sowie CDU und SPD von Landes- oder Bundeszuschüssen verleiten, ohne den Eigenanteil der Stadt zu berücksichtigen. Beispielhaft für eine sinnfreie Investition ist der sogenannte „Mehrgenerationenspielplatz“ in Wolfhagen.

Wir sind der Meinung, dass Geld nur für die Dinge ausgegeben werden darf, die Wolfhagen und seinen Stadtteilen nutzen. So, wie ein Privathaushalt oder ein Unternehmen auch, muss gesunder Menschenverstand die Basis für Investitionen sein, nicht parteipolitische Überzeugung. Beispiele für sinnvolle Investitionen, die vom BWB unterstützt wurden, sind

  • die Soccerhalle
  • der Zuschuss der Stadt zum Kunstrasenplatz
  • der geplante Bau einer Mehrzweckhalle, u. a. für unsere Ringer
  • das aktuelle Wirtschaftsförderungsprogramm zur Belebung der Innenstadt
  • die Beteiligung der Stadt an der Sanierung der Schulsporthalle
  • Aufforstung des Stadtwaldes

Steuer- und Abgabeerhöhungen können immer nur das letzte Mittel sein, um den städtischen Haushalt zu entlasten, weil sie Wolfhagen als Standort für Gewerbe und für seine Bürger unattraktiv machen. Bevor an der Steuer- und Abgabenschraube gedreht wird, muss versucht werden, Finanzierungslücken durch Einsparungen zu decken.

Schulden können, wie für ein Unternehmen oder für einen Privathaushalt auch, sinnvoll sein, wenn das aufgenommene Geld für sinnvolle Projekte verwendet wird. Es ist noch nicht lange her, als Wolfhagen durch unseriöse Finanzpolitik fast keinen finanziellen Spielraum mehr hatte. Seit 2023 ist ein Umdenken im Rathaus eingekehrt, so dass Schulden abgebaut und Rücklagen für schlechte Zeiten geschaƯen worden sind. Das BWB hat diesen Kurs maßgeblich unterstützt.

Bedauerlicherweise ist dieses Umdenken beim SPD-geführten Landkreis Kassel noch nicht angekommen. Deshalb wurde die Kreis- und Schulumlage mehrfach erhöht, was unseren Haushalt extrem belastet und in Zukunft noch stärker belasten wird. In den kommenden Jahren wird sich deshalb wenig Spielraum für Wahlgeschenke finden. Das BWB wird sich deshalb auch in Zukunft dafür einsetzen, dass

  • Kredite nur für nachhaltige und sinnvolle Investitionen aufgenommen,
  • Sparpotenziale ausgeschöpft und
  • Personalkosten der Stadt begrenzt

werden. Nur so wird es möglich sein, finanzielle Spielräume zu erlangen, um Wolfhagen weiter attraktiv zu gestalten.

Stadtentwicklung

Die Zeiten des Stillstands sind vorbei, Wolfhagen entwickelt sich endlich wieder.

Die Ausweisung von Bauland ist vor dem Hintergrund des Flächenverbrauchs schwieriger geworden, dennoch wurden einige Baugebiete in der Kernstadt und in den Stadtteilen geschaffen, um vor allem jungen Familien die Möglichkeit zu geben, in Wolfhagen zu bleiben oder nach Wolfhagen zu ziehen. Auf Antrag des BWB wurde ein Förderprogramm für junge Familien beschlossen, welches Zuschüsse beim Kauf eines Grundstücks vorsieht.

Wolfhagen steht jedoch nicht nur hinsichtlich Familienzuzug im Wettbewerb mit anderen Kommunen, sondern auch hinsichtlich der Ansiedlung von Industrie, Handel und Gewerbe. Viele Jahre haben wir gefordert, das Budget für Wirtschaftsförderung erheblich zu erhöhen. Im Jahr 2025 haben die etablierten Parteien schließlich Ihren Widerstand dagegen aufgegeben und einem umfangreichen Förderprogramm zur Belebung der Innenstadt zugestimmt. Erste Erfolge stellen sich langsam ein, es muss jedoch weitergehen. Trotz erheblichen Strukturwandels und trotz der allgemeinen Konsumzurückhaltung muss alles getan werden, um die Innenstadt, insbesondere die Schützeberger Straße, weiter zu beleben.

Wir werden uns zudem dafür einsetzen, Betriebe in den verschiedenen Gewerbegebieten anzusiedeln. Der Fokus sollte dabei auf produzierendes Gewerbe gelegt werden. Produzierende Betriebe benötigen Facharbeiter. Denen kann Wolfhagen dann Möglichkeiten zum Bau oder Kauf von Eigenheimen oder jungen Leuten eine Perspektive zum Hierbleiben bieten. Sollte ein weiterer Ausbau von Gewerbegebieten erforderlich sein, werden wir uns dafür einsetzen, dass die damit verbunden Belastungen gleichmäßig auf Stadtteile und Kernstadt verteilt werden.

Die Kurzformel lautet also:

  • Gewerbeansiedlung bringt Gewerbesteuer
  • Baugebiete bringen mehr Grundsteuer
  • Qualifizierte Facharbeiter bringen Kaufkraft
  • Kaufkraft bringt Handelsumsätze und sichert Arbeitsplätze

Die Wolfhager Stadtteile sind in der Vergangenheit oft stiefmütterlich behandelt worden. Das BWB setzt sich deshalb dafür ein, Ortsbeiratsbeschlüsse, die in den Stadtteilen gefasst werden, zu respektieren.
Dorfgemeinschaftshäuser als ein wichtiger Anlaufpunkt für die Stadteile müssen erhalten bleiben. Das BWB hat sich für die Sanierung des DGH in Nothfelden und des HDG in Niederelsungen im Rahmen des IKEK-Programms des Landes Hessen eingesetzt. Auch unsere Stadtteile haben ein Recht auf Entwicklung!

Infrastruktur

Als große Flächengemeinde verfügt Wolfhagen über viele Straßen, Wege Plätze usw. Wegen eines erheblichen Investitionsstaus befinden sich einige Straßen in einem desaströsen Zustand und müssen kurz- und mittelfristig saniert werden. Aufgrund der mittlerweile immensen Kosten, die mit einer Straßensanierung verbunden sind, ist es den Anliegern nicht mehr zuzumuten, Straßenausbaubeiträge zu leisten. Beiträge über 30.000 EUR sind keine Seltenheit. Darüber hinaus sind Straßenausbaubeiträge ein Standortnachteil für Wolfhagen im Wettbewerb um den Zuzug oder den Verbleib junger Familien in Wolfhagen, denn einige Nachbarkommunen haben die Anliegergebühren bereits abgeschafft. Wolfhagen erhält aus dem „Sondervermögen“ des Bundes jährlich mehr als 500.000 EUR für Investitionen in die Infrastruktur, was zu einer Deckung der städtischen Sanierungskosten verwendet werden kann. Die Abschaffung der unsozialen Straßenausbaubeiträge ist im Juli 2025 am Widerstand von CDU, Grünen und AGW gescheitert. Das BWB wird sich deshalb weiterhin für die Abschaffung der Anliegergebühren einsetzen.

Für eine Flächengemeinde wie Wolfhagen mit 11 Stadtteilen ist das Thema Mobilität sehr wichtig. Dazu gehören gut ausgebaute Straßen und Wege für alle Verkehrsteilnehmer.

In den letzten zwei Jahren wurde mit Zustimmung des BWB viel Geld in den Ausbau der Radwege investiert. Darüber hinaus engagieren sich BWB-Lokalpolitiker aktiv in der RAD AG. Dadurch ist ein enger Austausch zwischen den Nutzern der Radwege und den Entscheidern entstanden, so dass das Radwegenetz in Wolfhagen bedarfsgerecht ausgebaut werden kann. Das BWB wird sich für den Ausbau des Radwegenetzes zu anderen Kommunen einsetzen. Darüber hinaus muss es möglich sein, dass alle Stadtteile eine direkte Radanbindung an öffentliche Einrichtungen wie z. B. Rathaus, Museum, Schulen und Schwimmbäder erhalten.

Unabhängig vom Ausbau des Radwegenetzes stellt das BWB klar, dass das Verkehrsmitte „Auto“ nach wie vor und auch in Zukunft ein für die Wolfhager Flächengemeinde unverzichtbares Verkehrsmittel ist. Der Ausbau von Radwegen darf deshalb nicht zu Lasten des Autoverkehrs durchgeführt werden.

Das Angebot des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in Wolfhagen ist gut. Schlecht ist, dass das Angebot viel zu wenig genutzt wird. Deshalb muss insbesondere vor dem Hintergrund der Kosten und des Umweltschutzes ein Konzept entwickelt werden, was zu einer stärkeren Nutzung des ÖPNV führt.

Die ärztliche Versorgung in Wolfhagen muss auch in Zukunft sichergestellt bleiben. Eine zentrale Rolle hierbei ist das Kreiskrankenhaus. Der Landkreis muss endlich ein tragfähiges Konzept für unser Krankenhaus vorlegen, damit auch in Zukunft eine Erstversorgung für Wolfhager Bürger sichergestellt werden kann. Hausärzte und Fachärzte werden in Wolfhagen nur bleiben oder sich neu ansiedeln, wenn das Gesamtkonzept aus Bauplätzen, Gewerbe, Freizeitangeboten etc. weiterentwickelt wird. Der Stillstand der vergangenen Jahre ist zwar beendet, es gibt jedoch keinen Grund, sich zurückzulehnen.

Öffentliche Einrichtungen wie z. B. die Dorfgemeinschaftshäuser in den Stadtteilen müssen erhalten bleiben, um auch die Stadtteile lebenswert weiterzuentwickeln.

Schnelles Internet ist für die Attraktivität einer Kommune überlebenswichtig. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich große Teile von Wolfhagen in einer „Digitalwüste“ befinden. Hier muss Druck auf den Anbieter, der von Land, Kreis und von der Stadt Wolfhagen erhebliche Zuschüsse für den Breitbandkabelausbau erhalten hat, ausgeübt werden.

Kultur

Kulturzelt, Kulturladen, Waldbühne Niederelsungen und vieles mehr. Wolfhagen hat kulturell viel zu bieten. Bei immer knapper werdenden Kassen gestaltet sich die Finanzierung von kulturellen Leistungen durch die Stadt schwierig. Wir begrüßen deshalb, dass es gelungen ist, private Investoren zur Finanzierung des Kulturzelts zu finden. Die Stadt allein wäre nicht in der Lage, dauerhaft das Defizit zu tragen. Ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich Kultur muss gefördert werden.

Soziales

Es gibt in Wolfhagen überdurchschnittlich viele Familien mit geringem Einkommen. Deshalb ist es wichtig, unter anderem für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. Bei der Planung von Baugebieten darf der Fokus nicht nur auf Einfamilienhäuser, sondern auch auf Mehrfamilienhäuser gelegt werden. Für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien leistet die städtische Jugendarbeit gute Dienste. Das BWB hat deshalb die Schaffung einer Streetworker-Stelle unterstützt.

Seniorengerechtes Wolfhagen

Das Angebot für Senioren in Wolfhagen ist ausbaufähig. Das BWB wird sich für den Bau von seniorengerechten Wohnungen in Wolfhagen einsetzen. Das Seniorenheim in der Karlstraße befindet sich in einem schlechten Zustand. Hier besteht Handlungsbedarf.

Familie, Kinder, Jugend, Freizeitangebote

Wolfhagen verfügt über eine gute Versorgung im Bereich der Kinderbetreuung, was einen erheblichen Standortvorteil für junge Familien bedeutet. Allerdings wird es aus unterschiedlichen Gründen, wie z. B. Migration immer schwerer, diesen Standard zu halten. Es muss deshalb das Ziel sein, auch künftig für eine gute Kinderbetreuung zu sorgen. Deshalb haben wir aktuell die Sanierung der KITA in Istha sowie den neuen Waldkindergarten in Altenhasungen unterstützt.

Jugendliche haben heute ein wesentlich anderes Freizeitverhalten als früher. Wir müssen dafür sorgen, dass Wolfhagen Freizeitangebote für Jugendliche schafft und erhält. Deshalb hat das BWB den Bau der Soccerhalle mitgetragen. Auch das Lesecafe in der Innenstadt ist ein toller Hotspot für Jugendliche geworden. Darüber hinaus spielen die örtlichen Vereine eine wichtige Rolle bei der Betreuung junger Menschen. Deshalb verdienen ehrenamtlich Tätige, wie z. B. Übungsleiter mehr Anerkennung durch die Stadt.

Eine enge Kooperation mit den Wolfhager Schulen ist ebenfalls erforderlich und Teil einer guten Jugendarbeit. Wir begrüßen deshalb, dass in der städtischen Soccerhalle Schulsportstunden kostenfrei durchgeführt werden können.

Dass Wolfhagen zwei Schwimmbäder betreiben kann, ist nicht selbstverständlich. Manche Kommunen können sich nicht einmal ein Bad leisten. Das Bad in Niederelsungen wird durch den dortigen Förderverein betrieben, was als Paradebeispiel für ehrenamtliche Tätigkeit gilt. Das BWB hat sich sehr stark für den Weiterbetrieb des Niederelsunger Schwimmbades eingesetzt, als es aus der Stadtverornetenversammlung Stimmen für eine Schließung gab. Das Wolfhager Bad wird in diesem Jahr aufwändig, insbesondere im Technikbereich saniert, um auch künftig weiter betrieben werden zu können. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass immer mehr Kinder nicht schwimmen können, wird sich das BWB für einen dauerhaften Weiterbetrieb beider Bäder einsetzen.

Umwelt und Klima

Wolfhagen verfügt über eine wunderschöne Landschaft mit einem enormen Erholungs- und Freizeitwert. Dies gilt es zu bewahren. Die bestehenden Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Windkraft und Photovoltaik haben dazu geführt, dass der Selbstversorgungsgrad der Stadt bei knapp 300 % liegt. Vor diesem Hintergrund sehen wir den weiteren Ausbau regenerativer Anlagen zur Energiegewinnung zu Lasten des Flächenverbrauchs und des Eingriffs in sensible Ökosysteme sehr kritisch.

Deshalb gilt für das BWB nach wie vor: Keine Windräder im Wald!

Unabhängig davon findet derzeit eine Diskussion auf Bundesebene statt, die eine Veränderung der aktuellen Förderung von alternativen Energien vorsieht. Dadurch würde für die Stadt bzw. für die Stadtwerke ein finanzielles Risiko entstehen. Gegen den Willen des BWB hat seinerzeit die Mehrheit der Stadtverornetenversammlung beschlossen, Anteile der damaligen Stadtwerke Wolfhagen an Investoren zu verkaufen. Mittlerweile beträgt der städtische Anteil der Stadt Wolfhagen an den Regionalwerken Wolfhager Land nur noch gut 60 %. Das heißt auch, dass die Gewinnausschüttungen der Stadtwerke an die Stadt um knapp 40 % gesunken sind.

Vereine und Ehrenamt

Sportvereine, Fördervereine, Feuerwehr, Landfrauen, VDK usw. Alle erfüllen eine wichtige Funktion: Durch viele ehrenamtlich Tätige tragen sie dazu bei, das Miteinander in Wolfhagen und Stadtteilen zu gestalten. Darüber hinaus sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil für aktive Jugendarbeit und Integration. Und schließlich wird Wolfhagen durch sportliche Erfolge, z. B. von unseren Ringern, Läufern und Leichtathleten und Fußballern überregional bekannt. Gleiches gilt für ehrenamtlich Kulturschaffende wie z.B. für die Waldbühne Niederelsungen

Die Stadt muss dafür Sorge tragen, dass die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt stimmen. Vor diesem Hintergrund war es für das BWB selbstverständlich, den Bau einer Multifunktionshalle sowie den Kunstrasenplatz zu fördern. Und auch in Zukunft wird sich das BWB dafür einsetzen, dass das Ehrenamt entsprechende Anerkennung findet.

Unsere Kandidaten für die Wolfhager Stadtverordnetenversammlung:

NameVornameOrtPlatz
KühleJensNiederelsungen1
HermannHerbertNothfelden2
ReßlerAndreasWolfhagen3
NordUweGasterfeld4
SteinbockKlausNiederelsungen5
LooseHeinrichNiederelsungen6
ThieleRolfBründersen7
BandurskiIngoIppinghausen8
SchmidtNorbertNiederelsungen9
BachmannBrittaLeckringhausen10
KampfrathRamonaWolfhagen11
EberbachJoachimNothfelden12
LötzerichKlausIppinghausen13
LindenbornMichaelNiederelsungen14
RoolfBrittaWolfhagen15
HofverbergReinerWolfhagen16
SchmidtSabinaNiederelsungen17
RücknerGünterGasterfeld18

Foto von Grzexs: Wikimedia Commons